SPD Hohenloher Ebene

Klimapolitik als Priorität? Nein? Das ist doch kaum zu glauben.

Veröffentlicht am 14.01.2025 in Aktuelles

Wenn Rechtsextreme und Libertäre den Klimawandel leugnen oder ignorieren, dann sollten andere Parteien dieses überlebenswichtige Thema erst recht ganz nach vorne rücken – oder was denkst du? Nichts davon ist aktuell zu erkennen. Der Widerstand einer erheblichen Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern scheint politische Vernunft zu blockieren. Natürlich wurde der Widerstand gegen gesetzliche Maßnahmen durch das nicht immer glückliche Agieren der aktuellen Regierung noch verstärkt. Auf den sogenannten Social Media finden sich abertausende Fakes zum Thema, die den Zweck haben, die Leute vollkommen desinformiert zurück zu lassen. Den Urhebern sind unsere Kinder und Enkel vollkommen gleichgültig, sie denken nur an kurzfristigen Erfolg durch ihren Populismus ( schade eigentlich, dass damit Populismus betrieben werden kann ).

Man muss überhaupt nicht bei den Grünen organisiert sein, um zu erkennen, dass es halt Positionen gibt, hinter die nicht zurückgefallen werden kann und darf. Alle vernunftbegabten Menschen sollten längst erkannt haben, dass der teuerste und schrecklichste Weg wäre, weiterhin viel zu wenig gegen den längst überall spürbaren Klimawandel zu unternehmen.

Rechtsextreme haben während der Corona-Pandemie gelernt, dass ein gewisser Teil der Gesellschaft sehr gerne auf Mythen, Verschwörungserzählungen und simplen Falschnachrichten hereinfällt. Deshalb nutzen sie die nicht oder zu wenig regulierten Social Media zur großangelegten Offensive gegen den Verstand. Leider treiben sich etliche Libertäre, aber auch Konservative ebenfalls auf solchen „Wassern“ herum, um ihr populistisches Süppchen zu kochen. Verantwortungslosigkeit wird hier als Prinzip erkennbar.

Alle anderen Parteien und Initiativen sollten allerdings täglich neu davon künden, dass es eben solche Themen ( dazu gehören auch sozialer Ausgleich und Steuergerechtigkeit ) gibt, die keinen Aufschub mehr vertragen. Da hilft natürlich erst recht kein Blick über den Atlantik, wo bald der irrlichterne und völlig unberechenbare, aber erneut gewählte Immobilienunternehmer Trump seine unreflektierte und erratische Politik betreiben kann. Seine Antreiber, Unterstützer und Nutznießer zeigen sich ebenso verwirrt oder skrupellos. Dies wäre nicht das einzige Problem, handelte es sich nicht unter anderem um Betreiber der großen Online-Plattformen, die Hass und Hetze befördern. So zeigen die jüngsten Aussagen eines Musk oder auch Zuckerberg, dass die globale Desinformationskampagnen verstärkt weitergetrieben werden. Wer Faktencheck abschafft, weiß genau, dass damit die Fenster und Türen für üble Beeinflussungskampagnen geöffnet werden. Hinzu kommt seit über einem Jahrzehnt die „hybride Kriegsführung“ eines Putin, der das Ziel der Desinformation und letztlich Zerstörung der freiheitlich orientierten parlamentarischen Demokratie als Ziel ausgegeben hat.

Jedem Menschen, befähigt auf drei zählen zu können, sollte klar sein, dass die Versäumnisse in Sachen ökologischem und klimapolitischem Handeln, schließlich unermesslich teuer werden. Dies scheint die Multimilliardäre kaum zu belasten, träumt ein Herr Musk doch schon von der Besiedelung des Mars oder welches Planeten auch immer. Alle zur Vernunft befähigten Menschen sollten sich daher je individuell, aber auch gesellschaftlich darum bemühen, die Bedrohungen eines Klimawandels möglichst zu minimieren. Dazu gehört aber nicht nur ein entsprechend agierender Staat, sondern auch ein Wandel hinsichtlich des eigenen Verhaltens. Zuletzt hat sich gezeigt, dass viele Menschen – nicht nur in Deutschland – keine derartige Veränderung  wollen, da sie lieber gigantische Herausforderungen in 5, 10 oder 30 Jahre in Kauf nehmen, als sich aktuell etwas umzustellen. Fragen wir uns selbst immer wieder, ob wir uns diesen Notwendigkeiten entsprechend verhalten. Allerdings sind die Fake-News-Betreiber oder Pseudowissenschaftler keine guten Ratgeber, die einfach den längst messbaren Klimawandel negieren oder als „Normalität“ beschreiben. Keiner dieser Leute wird sich für die enormen Folgen und Kosten, die ein „Weiter so!“ mit sich bringen, verantwortlich fühlen.

Was folgt hieraus? Das zentrale Problem für die kommenden Generationen wird Klimawandel heißen. Alle Parteien, auch meine, haben die Pflicht, sich nicht einer lauten Minderheit von Leugnern zu beugen, sondern klar und deutlich zu sagen und beschreiben, auf welche Herausforderungen wie geantwortet werden soll – die Basis muss eine ernstzunehmende Wissenschaftlichkeit sein. Änderungen und neue Erkenntnisse, die wir vielleicht noch nicht ahnen, werden kaum vermeidbar sein. Aber: der gefährlichste und teuerste Weg wäre die Negierung dieser zentralen Herausforderung. Unsere Kinder und Enkel verhalten sich häufig auch noch nicht anders als ihre noch lebenden Vorfahren, aber irgendwann werden sie dann in extremer Weise auf die absichtlichen, denn offensichtlich erkennbaren, Versäumnisse aufmerksam gemacht.

TrumPeter im Januar 2025

 

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