Was die Musk- Plattform X schon praktiziert, holt der Meta- Chef und weitere Supermilliardär nun schnell nach. Heute war u.a. folgende Nachricht auf ARD-Tagesschau zu finden:
Meta beendet in den USA Kooperation mit Faktenprüfern
Die jüngsten US-Präsidentschaftswahlen hätten dabei einen "kulturellen Wendepunkt" markiert, erklärte Zuckerberg. "Wir werden zu unseren Wurzeln zurückkehren, Fehler reduzieren, unsere Regelwerke vereinfachen und die freie Meinungsäußerung auf unseren Plattformen wiederherstellen." Faktenprüfer seien "zu politisch voreingenommen" gewesen und hätten "besonders in den USA mehr Vertrauen zerstört als geschaffen.
Dafür werde der Konzern - zunächst in den USA - die Zusammenarbeit mit Faktenprüfern beenden und ein System ähnlich den "Community Notes" von Elon Musks Plattform X einführen. X (ehemals Twitter) setzt bei der Überprüfung von Fakten auf die Nutzer und deren Anmerkungen zu den veröffentlichten Inhalten. Meta hingegen setzte seit 2016 auf ein Faktencheck-System, das unabhängige Organisationen in zahlreichen Ländern und Sprachen einbindet.
Zuckerberg zufolge ist außerdem geplant, die Inhaltsrichtlinien zu vereinfachen und etliche Beschränkungen bei Themen wie Migration und Geschlechterfragen aufzuheben, da diese laut Zuckerberg "nicht mehr im Einklang mit der öffentlichen Meinung" stünden.
Was sich angekündigt hat, aber von vielen sogenannten Usern zu gerne übersehen und überhört wurde, wird nun schnell Realität. Die großen Plattformbetreiber aus den USA vereinigen sich hinter dem wiedergewählten Präsidenten, um seine kruden Vorstellungen von Politik und Gesellschaft zu realisieren. Wie einst in Deutschland der Volksempfänger und Filmproduzenten wie Leni Riefenstahl, so nutzen die neuen Herrscher aktuelle Medien, um ihren Wahn von Macht und Größe realisieren. Mark Zuckerberg will zurück zu den ungeregelten Anfängen von Social Media, das bedeutet, die Hass- und Hetze- Betreiber werden noch weniger eingeschränkt, dürfen sich auch zulasten von Minderheiten online austoben. Die erforderlichen Kontrollen, die schon bisher zu geringe Wirkung zeigten, sollen nahezu komplett wegfallen. Da kann nur gesagt werden: viel Spaß für die sogenannten User, die im Grunde nur das Produkt der Multimilliardäre sind, um mehr Werbeeinnahmen zu generieren, nun aber auch die Antreiber für einen heraufziehenden Faschismus der neuen (?) Art sein dürfen, zumindest der Teil unter ihnen, der ohnehin mit den eigenen Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen hat. Solche Komplexe sind nicht selten der Grund dafür, weshalb andere Menschen, vor allem Minderheiten online von solchen Leuten mit Hass und Hetze überzogen werden.
Möglicherweise dürfen auch die SM-Soldat*innen des Donald T. damit die „Rückeroberung“ Grönlands, Kanadas oder des Panama-Kanals anfeuern. Wenn wir Europäer jetzt nicht handeln, dann kommen grausige Zeiten auch auf uns zu. Die Eskapaden des Elon Musk in Europa, seine Unverschämtheiten und rechtsextreme Gesinnung sind dann erst ein kleiner Anfang. Vermutlich wollen viele – nicht nur erzkonservative und die ohnehin schon vorhandenen Anhänger aus dem rechtsextremistischen Lager – an diesen Maßnahmen von Zuckerberg und Musk aber auch gar nichts ändern.
Wake up!
TrumPeter im Januar 2025 - Fortsetzung wird wohl leider folgen müssen -