Vorneweg sei zum Ausdruck gebracht, dass sich die folgenden Zeilen nicht auf die schulischen oder beruflichen Qualifikationen des Kandidaten beziehen – ist doch interessant und wichtig, unterschiedliche Lebenskonzepte und berufliche Werdegänge in Parlamenten vertreten zu sehen. Dies betonen wir, um keine ablenkenden Scheindebatten zu diesem Thema aufkommen zu lassen. Es geht auch nicht um seine Hass- und Hetze- Postings und die entsprechenden Verhaltensweisen.
Dann jedoch entpuppt sich der Kandidat im Wahlkreis bei seiner Vorstellung in den Zeitungen des Landkreises genau als das, was wir von der AfD leider gewohnt sind. Der junge Kandidat übertrifft durch seine Aussagen jedoch viel Gehörtes und Gelesenes.
Anders als die C-Parteien, die den Wählerinnen und Wählern einreden, dass Lösungen nur zulasten von Kleinverdiener*innen oder Minderheiten funktionieren, gilt für die Arbeit der SPD in dieser Gesellschaft, für möglichst alle günstige, zumindest erträgliche Konzepte zu entwickeln. Das ist nicht einfach und sollte auch möglichst nicht als ein einfacher Prozess versprochen werden. Hier unterscheiden sich die traditionellen Parteien inzwischen sehr. Die Union regierte die längste Zeit in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in vorderster Verantwortung, kann sich aber schon nach kurzer Zeit der Opposition nicht mehr an diese Phasen erinnern. Alle Probleme dieses Landes und der Welt hat dann die politische Konkurrenz zu verantworten. Besonders leicht funktioniert dies, wenn unter dem Social-Media-Dauerbeschuss Fakes und Verdrehtes entsprechend wirken. Nicht umsonst befördern die Betreiber der gigantischen Plattformen einen globalen Rechtsruck, um Gesellschaften intern wie gegenüber anderen Staaten zu verunsichern und den Wunsch nach vermeintlich leichten Lösungen – üblicherweise zulasten anderer – im nationalistischen Sinne zu stärken.